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Gefahr auf der Alm...
Gefahr auf der Alm...
Gemetzel auf der Alm. Wie gefährlich sind frei weidende Rinder?

Jedes Jahr passieren meist im Sommer auf den Almen Unfälle mit Wanderern. Um die Berge mit ihren Almen gefahrlos genießen zu können, sollten einige Grundregeln im Umgang mit Weidetieren beachtet werden.

Rinder sind Herdetiere und verhalten sich entsprechend. Auch wenn die auf den saftigen Almweiden grasenden Wiederkäuer noch so friedlich erscheinen, sie sind potentiell gefährlich...."
Eine Kuh bringt bis zu 800 kg und mehr auf die Waage und kann, nur weil sie neugierig ist, so aufdringlich werden, dass es Bergwanderer mit der Angst zu tun bekommen. Viele Unfälle passieren dann schon beim Davonlaufen, wie man immer wieder sieht. Dieses Davonlaufen ist sinnlos, die Kühe sind schneller. Ein Wanderer darf ganz einfach nicht in eine Situation kommen, in der er Davonlaufen muß! Man muss sich immer vergegenwärtigen, Weiderinder sind keine Almdekoration sondern frei lebende Rinderherden mit einem funktionierenden Sozialgefüge. Es gibt auf den Almen sehr verschiedene Herdenformen: Jungtierherden mit häufig sehr neugierigen Tieren; Kuhherden mit Kühen, die regelmäßig gemolken werden, usw. Durch den regelmäßigen Umgang mit Menschen sind die gemolkenen Kuhherden ohne Jungtiere und ohne Stier in der Regel die Ruhigsten, aber auch hier gibt es Ausnahmen; es genügt schon, wenn ein Tier eine Hormonstörung hat und die sind gar nicht so selten. Selbst wenn sie ganz normal stierig sind, kann es für den Laien Probleme geben.

In letzter Zeit findet man auch vermehrt Mutterkuhherden. Hier werden normalerweise Kälber mitgeführt. In diesen Herden ist das Sozialverhalten besonders stark ausgeprägt, der Mutterinstinkt sorgt dafür, dass die Kälber verteidigt werden. Auch gegen an sich friedliche Bergtouristen. Durch das neugierige Verhalten den Kälber, die den Wanderer entgegenkommen können, kann es in der Folge mit den dazugehörigen Muttertieren Problemsituationen geben.  Besondere Vorsicht ist immer dann angebracht, wenn männliche Tiere bei der Herde sind.

Beachtet man einige Spielregeln, kann trotzdem nicht viel passieren:
Wenn es nicht unbedingt notwendig ist, sollte man weidenden Tieren nicht zu nahe kommen. Herden mit Kälbern sind, wenn möglich zu meiden. Unruhige Herden sind sehr mit Vorsicht zu genießen. Darauf achten, ob es Tiere gibt, die auf die Herde auspassen. Dieses Tier erkennt man daran, dass es die näher kommenden Personen sofort fixiert und sich ihr nähert. Drohgebärden der Rinder wie Anstarren, den Kopf senken, pfauchend entgegenkommen müssen ernst genommen werden. Nicht davon laufen sondern ruhig weggehen. Den Tieren nie den Rücken zukehren. Sich notfalls mit dem Wanderstock verteidigen. Hunde unbedingt anleinen! Wenn man sich unsicher ist, sollte man lieber einen Umweg um eine weidende Herde in Kauf nehmen!

INFO: Text und Bildmaterial sind uneingeschränkt zur Veröffentlichung frei gegeben. Es wäre jedoch sehr freundlich, wenn Sie uns nach einer Veröffentlichung informieren würden.  Pressekontakt: Dr. Karl Traintinger, A-5112 Lamprechtshausen Käsereistraße 8, Telefon: +43 6274 4400 Fax: Durchwahl 44. E-Mail: office@vethom.net, Webseite: www.vethom.net




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